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Teilprojekt 4.8: "Mental Maps"

Projektleiter: Prof. Dr. Ch. Schubert / Dr. R. Kath
Alte Geschichte/ Historisches Seminar, Universität Leipzig



Versatzstücke antiker Weltsicht finden sich in zahlreichen Texten des Mittelalters und der frühen Neuzeit - insbesondere in den Reiseberichten der ersten Amerikareisenden. Sie zeugen von der extremen Prägekraft des herodoteischen Zugangs zur Welt über die Antike hinaus. Die griechischen und lateinischen Autoren, die in der Nachfolge Herodots Geschichte und Geographie (be)schrieben, besaßen in der Regel eine größere Autorität als die Empirie.

Das Teilprojekt 4.8 analysiert in Kooperation mit dem Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ) ausgewählte Textcorpora auf Zitate und Paraphrasen antiker Autoren, um der Frage der Transformation antiken Wissens in die Moderne nachzugehen. Ziel des Projektes ist es, die Transformation(swege) antiken Wissens in das Mittelalter und die frühe Neuzeit mit Hilfe von Textmining-Verfahren nachzuvollziehen und zu visualisieren.

Unter Mental Map verstehen wir in diesem Zusammenhang - in Anlehnung an die Definitionen der kognitiven Kartographie - die Summe der Vorstellungen, die ein Subjekt oder eine Gruppe von Subjekten von einem Objekt entwickelt. Diese wird Vorstellungsbild (image) bzw. kognitive Karte (mental map) genannt. Objekte können Landschaften (z.B.: Wüste), Städte oder soziale Gruppen (z.B.: fremde Völker) sein. Im Rahmen des Projektes beschränken wir diese Vorstellungen allerdings nicht allein auf den Raum oder dessen Strukturelemente, sondern fassen in einem weiteren Sinne darunter jede Art von Vorstellung (z.B. Wissen & Konzepte).

Kooperationspartner

GDZ




GDZ


Universität Leipzig
BMBF
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